73 Fahrerinnen und Fahrer aus acht Nationen gingen bei der Weltmeisterschaft im Seifenkistenfahren an den Start. Ausrichter war Willi Absenger, Obmann der Austria Seifenkiste, der gemeinsam mit seinem Team eine beeindruckende Weltmeisterschaft auf die Beine stellte. Bereits am Freitag füllte sich Kematen mit Teilnehmern und Fans. ORF, Donaukanal TV und die NÖN begleiteten die Veranstaltung medial. Am Abend wurde die Weltmeisterschaft im voll besetzten Festsaal feierlich eröffnet. Doch mitten in der Feier sorgte ein heftiger Sturm für Aufregung. Die Zelte auf dem Campingplatz und im Fahrerlager drohten wegzufliegen. Fahrer, Betreuer und Angehörige aus allen acht Nationen eilten gemeinsam zu den Zelten. Unterstützt von der Feuerwehr Kematen/Höfing wurden diese mit vereinten Kräften gesichert. Trotz enormer Windböen blieb es bei kleineren Schäden. Genau hier zeigte sich, was die Seifenkistenfamilie ausmacht: Wenn es darauf ankommt, halten alle zusammen. Am Samstag fielen die ersten Weltmeisterentscheidungen. In der Rookie-Klasse siegte Konstantin Brandt (Deutschland/Bayern) vor Justus Triebel (Deutschland/Bayern) und dem erst seit wenigen Rennen aktiven Ungarn Martin Sarf, der mit Platz drei für die große Überraschung sorgte. Bester Österreicher wurde Max Rohmoser aus Saalfelden auf Rang sechs. In der Open-Klasse holte Moritz Meyhoff ((Deutschland/NRW) den Weltmeistertitel vor Finn Schier (Deutschland/NRW) und Quentin Rosenkranz (Deutschland/NRW). Thomas Füßelberger aus Amstetten war als bester Österreicher auf Platz 16. Am Sonntag standen mit Master und Elite die erfahrensten Fahrerinnen und Fahrer am Start – darunter zahlreiche Deutsche Meister, Europameister und langjährige Spitzenfahrer. Gleichzeitig mischte eine junge Generation kräftig mit. In der Master-Klasse konnte Jana Brandt (Deutschland/Bayern), Weltmeisterin von 2023, ihren Titel erfolgreich verteidigen. Platz zwei ging an Ida Lampe (Deutschland/NRW), Platz drei an Sarah Brandt (Deutschland/Bayern). Bester Österreicher wurde Julian Jagric aus Seitenstetten auf Rang acht. In der Elite-XL-Klasse siegte Sebastian Strohmaier (Deutschland/Bayern) vor Pascal Leismann (Deutschland/NRW) und Pia Lampe(Deutschland/NRW). Bester Österreicher wurde der Weltmeister aus 2023 Stephan Schandl aus dem Waldviertel auf Platz sieben. Drei Tage Weltmeisterschaft gingen damit zu Ende – mit schnellen Rennen, großen Emotionen und einer Gemeinschaft, die selbst dem Sturm getrotzt hat. Acht Nationen. Eine Leidenschaft. Eine Familie. Die Weltmeisterschaft 2026 in Kematen an der Ybbs wird noch lange in Erinnerung bleiben.
Fotos: Fotoklub Kematen