Historischer Kurzüberblick

Römerzeit 
Eine Römerstraße führte entlang des Ybbsufers am Rand der Heide bis Kematen, wo sie die Ybbs überquerte. Kematen war eine kleine Römersiedlung, vermutlich mit einer Töpferei. Aus dieser Zeit sind Funde aus Römergräbern vorhanden. Der Name der Siedlung ist unbekannt. 
Bayerische Siedler gründeten später Höfe um und in Kematen. Diese standen im Besitz des bayerischen Hochstiftes Freising in der Herrschaft Waidhofen/Ybbs. 

1305 
Erstmalige urkundliche Nennung des Namens „Chemnaten“ mit 4 Höfen und einer Mühle. 

1324 
Erstmalige Nennung der Brücke in „Chemnaten“ 

14. Jhdt. 
Der ländliche Teil der Gemeinde war bereits so besiedelt wie heute. Rodungen und 
Kahlschlägerungen begannen ca. 1000 v. Chr. und wurden im 14. Jhdt. abgeschlossen. 

1371 - 1379 
Die Brücke von Kematen und die Straße in der Heide erhalten eine Bedeutung im wirtschaftlichen Kampf der Städte Waidhofen an der Ybbs und Steyr, der gleichzeitig ein Streit der österr. Landesfürsten und der Bischöfe von Freising war. In dieser Zeit waren die Straße und die Brücke für den Handel der Stadt Waidhofen an der Ybbs gesperrt. 

1480 - 1490 
Die Bauern leiden unter der Einquartierung der ungarischen Soldaten unter König 
Corvinus. 

1529 
Ein wilder Haufen der Türken zog über die Brücke von Kematen und lagerte in Hilm. Raub, Brand und Zerstörung waren ihr Werk. 

1532 und 1683 
Umherziehende Türken verbreiten erneut Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. 

1750 
In Kematen existieren 10 Häuser 

1805 
Soldaten Napoleons marschierten über die Brücke. Die Bevölkerung mußte Kriegskontributionen leisten. 

1848 
Aufhebung der Grundherrschaft. Zur Erinnerung wurde von den Besitzern der Höhe zu Pyhra am Kreuzstöcklberg ein Kreuzstöckl mit Drehstein errichtet. 

1866 
Errichtung der Steinbrücke mit einer Gesamthöhe von 30 m. 

1869 
Errichtung und Bau der Eisenbahn mit dem Bahnhof Hilm-Kematen. 

1870 
Erwerb der Mühle an der Ybbs zur Errichtung einer Papierfabrik. Damit begann die Umgestaltung Kematens vom kleinen Bauerndorf zum Industrieort. Ein starker Zuzug von Arbeitern ist festzustellen. 

1871
Kematen an der Ybbs ist eine eigenständige Gemeinde. 

1880
Der Ort besteht bereits aus 39 Häusern. 

1914 - 1918
Der 1. Weltkrieg fordert viele Opfer. 

1921
Die Gemeinde Kematen wird getrennt und es entstehen die Gemeinden Kematen und Niederhausleiten. 

1934
Der Bürgermeister und viele Gemeinderäte werden im Konzentrationslager Wöllersdorf inhaftiert. 

1939 - 1945
Der 2. Weltkrieg fordert neuerlich viele Opfer. 

nach 1945
Die Gemeinde Kematen erlebt einen bedeutsamen Aufschwung. Dieser ist vor allem auf die Vergrößerung der Papierfabrik Neusiedler AG und die Zusammenlegung der Gemeinden Kematen und Niederhausleiten zurückzuführen. 

1955
Die Brücke über die Ybbs wird verbreitert, um den anfallenden Verkehr bewältigen zu können. 

1964
Eröffnung der Volksschule Kematen 

1965
Eröffnung des sog. „Amtshauses“ mit Pfarramt, Gendarmerieposten, Post- und Wählamt, Feuerwehrdepot. 

1969
Wiedervereinigung der Gemeinden Kematen/Ybbs und Niederhausleiten zur neuen 
Gemeinde Kematen/Ybbs. 

1975
18. Oktober: Wappenverleihung durch das Land 
Ein Rot auf Blau geteilter Schild mit einem goldenen Wasserrad und silberner Steinbrücke. Bundespräsident Kirchschläger eröffnet den neuen 4-gruppigen Kindergarten. 

1976
Errichtung einer biologischen Kläranlage. 

1978
Eröffnung des Zubaues beim Gendarmerieposten, Einrichtung eines Gendarmeriehauptpostens. 

1981
Volkszählung: 2.394 Einwohner - 495 Häuser 

1982
Fertigstellung des Volksschulzubaues mit großem Turnsaal. Eröffnung des Tennis-klubhauses mit 2 Außenspielplätzen 

1985
Am 12.3. wird die Gemeinde Kematen zur Marktgemeinde erhoben. 

1987
Die Neusiedler AG errichtet 1987 und in den folgenden Jahren Anlagen zur Modernisierung des Werkes und zur Verbesserung der Umweltsituation.

1998
Unter Beteiligung des Landes NÖ durch die "ecoplus" entsteht auf einer Fläche von 150.000 m2 das interkommunale Großprojekt Wirtschfatspark Kematen, an dem 22 Gemeinde beteiligt sind.

2009
Nach umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten im Jahr 2009 wird der neu renovierte Kindergarten am 10.2.2010 offiziell eröffnet.

2012
Generalsanierung der alten Festhalle und Umbau zum neuen Zentrum - kem.A[r]T. Am 11. Jänner 2013 wird das moderne Veranstaltungszentrum offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Ansichtskarte aus ca. 1890
Ansichtskarte aus ca. 1890